Observability für Systeme, die dafür nie gebaut wurden.
Wer heute Observability anbietet, instrumentiert neu gebaute Dienste. Dort ist die Schnittstelle ohnehin vorgesehen, die Bibliothek greift, die Arbeit ist Handwerk. Ihr Bestand besteht aber nicht aus neu gebauten Diensten.
Er besteht aus Datenbankprozeduren, aus Standardsoftware, aus proprietären Messaging-Systemen und aus Anwendungen, die niemand mehr anfassen darf. Genau dort hört das Angebot des Marktes auf. Und genau dort liegt unsere Arbeit.
So klingt das Problem, bevor jemand es benennt.
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01
„Das Altsystem lässt sich nicht instrumentieren."
Niemand darf oder will es anfassen — kein Budget, kein Wissen mehr im Haus, ein Änderungsstopp oder ein Vertrag mit dem Hersteller. Also gibt es keine Messwerte. Also gibt es keinen Geschäftsfall für die Ablösung. Und während der Migration lässt sich nicht belegen, dass das Neue besser ist als das Alte.
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02
„Die Standardsoftware bleibt ein weißer Fleck."
Große Standardsysteme bringen keine brauchbare OpenTelemetry-Unterstützung mit. Der Trace endet an der Systemgrenze — ausgerechnet dort, wo das Geschäft stattfindet.
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03
„Der Trace reißt am Broker ab."
Zwischen zwei Diensten liegt ein Messaging-System, für das es keine fertige Komponente gibt. Der Zusammenhang geht genau an der Übergabe verloren — also an der Stelle, an der Aufträge tatsächlich verschwinden.
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04
„Wir überwachen Technik, nicht das Geschäft."
Es gibt Dashboards voller Prozessorauslastung, aber niemand kann sagen, ob der Kunde seine Bestellung bekommen hat und wie lange er darauf gewartet hat.
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05
„Jede Abteilung zeigt auf die nächste."
Es gibt keine durchgehende Sicht über Systemgrenzen hinweg, und deshalb kann niemand etwas beweisen. Das Produktivsystem läuft seit Monaten schlecht, und gearbeitet wird an Symptomen.
Sichtbarkeit ohne Mitwirkung des Systems.
Das ist der Teil, den es andernorts nicht zu kaufen gibt.
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Traces für Systeme, die nie instrumentiert wurden
Rekonstruktion vollständiger Traces aus Datenbankspuren und Export in ein Tracing-Backend. Danach ist für jeden Verarbeitungsschritt die Dauer sichtbar, ohne dass eine Zeile des Altsystems angefasst wurde.
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Standardsoftware in die Tracing-Landschaft holen
Anbindung von Systemen ohne native OpenTelemetry-Unterstützung über schlanke Aufrufe aus den Verarbeitungsschritten heraus. Die Verarbeitung erscheint danach als regulärer Teil des durchgehenden Trace.
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Eigenentwicklung von Collector-Erweiterungen
Komponenten für den OpenTelemetry Collector, um Messaging-Systeme anzubinden oder eigene Anforderungen abzubilden. Damit endet die Machbarkeit nicht dort, wo der Katalog der Standardkomponenten aufhört.
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Fachliche Kennzahlen statt Technikkennzahlen
Eigene Exporter, die Geschäftsprozesse messbar machen — wie viele Aufträge sauber durchgelaufen sind, statt wie ausgelastet ein Prozessor war. Dienstgüteziele in Geschäftssprache statt in Millisekunden.
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Fehlersuche in Produktivsystemen, die niemand mehr versteht
Systematisch, messend, mit einem schriftlichen Befund am Ende — nicht mit einer Vermutung.
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Messbarkeit als Voraussetzung der Ablösung
Vorher-Nachher-Vergleich über die Migrationsstrecke hinweg, damit der Geschäftsfall nicht behauptet, sondern belegt wird.
Die Plattform darunter bauen wir auch.
Sie trägt nur nicht die Positionierung — und wir verschweigen sie deshalb nicht.
- Konzernweiter Observability-Standard: Namenskonventionen, semantische Konventionen, Pflichtattribute, durchsetzbare Richtlinie
- Collector-Pipelines: Ingest, Sampling, Anreicherung, Routing auf mehrere Backends, Kostensteuerung
- Korrelation von Trace, Log und Metrik über System- und Cloud-Grenzen hinweg
- Schrittweise Ablösung von Altsystem-Logging
- Betrieb des Stacks mit Prometheus, Grafana, Loki, Tempo und Mimir — oder Anbindung an eine vorhandene kommerzielle Plattform
Der letzte Punkt ist ernst gemeint: Ihre vorhandene Plattform bleibt. Wir machen sichtbar, wo sie bisher nicht hinkam.
Der kleine Auftrag, der den großen begründet.
Ohne Messung des Alten gibt es keinen Geschäftsfall für seine Ablösung und keinen Beweis, dass das Neue besser ist. Sichtbarkeit ist damit nicht nur ein eigenes Ergebnis, sondern die Voraussetzung für jedes Modernisierungsvorhaben, das sich später verantworten lassen soll.
Hinzu kommt ein praktischer Vorteil: Observability lässt sich einkaufen, ohne die eigene Fachdomäne offenzulegen. Das macht sie zum unaufwendigsten Weg, eine Zusammenarbeit zu erproben.
Ein Anruf reicht, um zu klären, ob es passt.
Kein Formular mit zwölf Pflichtfeldern, keine Rückrufkette über einen Vertrieb. Sie schildern den Fall, wir sagen Ihnen, ob wir der Richtige dafür sind — auch dann, wenn die Antwort nein lautet.